Treffpunkt NABU - Naturschutzzentrum Westerwald – kreative Vernetzung der Aktiven im Bereich „Naturerlebnis- und Umweltbildung für Kinder und Jugendliche“
Zusammen mit Kindern und Jugendlichen der NAJU (Naturschutzjugend) Montabaur und Umgebung erkunden Birgit, Elke, Katharina, Michaela und Ute die Umgebung des NABU-Naturschutzzentrums in Holler. Ute unterstützt Kindergärten oder Schulen bei der Natur- und Umweltbildung, zusammen werben sie auf der Homepage für ihre Anliegen. Bei den NAJU-Aktivitäten tragen sie eine große Verantwortung.
Im NABU-Naturschutzzentrum Westerwald in Holler trafen sich 16 hoch motivierte Engagierte aus 6 verschiedenen NABU-Gruppen zum intensiven Austausch. Ute Klapthor und Jutta Seifert hatten zum Treffen eingeladen und leiteten die Veranstaltung. Die lebhaften Gespräche drehten sich auch um Möglichkeiten, wie die Besuche in Kindergärten und Schulen oder Unternehmungen der NAJU-Gruppen variantenreich durchgeführt werden können. Wichtige Werte wurden vielfach geteilt. Insbesondere das „Entzünden“ der Begeisterung für die Natur ist allen ein zentrales Anliegen. Wenn die Gruppen durch die Natur streifen, die Kinder z.B. Spuren von Tieren entdecken und dabei die Zeit vergessen, spüren die Betreuer*innen, wie wichtig ihr Einsatz ist.
Im praktischen Teil am Nachmittag wurden die NABU-Aktiven auch selbst kreativ. Sie fertigten aus Abfall und Naturmaterialien neue Arten, wie den „Einhändigen Zapfenbauch (Butonga grassus)“, der nun die Vielfalt im Westerwald bereichert. Jeder stellte seine eigene Kreation vor, der zugehörige Artensteckbrief mit den Lebensraumansprüchen und Verhaltensweisen der Art lockte im Publikum vielfach Schmunzeln hervor.
Und wenn es mal stressig wird? Im Laufe des Tages wurde mehrfach als „Frustmoment“ die mangelnde Zuverlässigkeit einiger Eltern bezüglich der Teilnahme ihrer Kinder und rechtzeitige Zu-/Absagen genannt. Die betroffenen Gruppenleiter*innen sehen dadurch die kontinuierliche inhaltliche und pädagogische Arbeit beeinträchtigt. Bevor der Ärger hochkocht ist dann ein gutes Stressmanagement gefordert. Stress begleitet uns ständig, Distress als oft (physisch und psychisch sehr) belastender Stress und Eustress mit Anforderungen, die uns wachsen lassen. Resilienz zeigen Menschen, die mit Stress besser fertig werden können. „Resilienzfähigkeit“ hat mittlerweile eine große Bedeutung in der Pädagogik. Sie kann auch die Menschen, die in der Natur- und Umweltbildung tätig sind stärken. Der interessante Austausch über Resilienzfaktoren zeigte viele gute Beispiele für ganz persönliche Strategien mit Stresssituationen umzugehen. Die Besprechung der Gruppenergebnisse bereicherte alle Teilnehmenden.
Vor der Abschlussevaluation war noch Zeit Vorstellungen zu entwickeln und zu diskutieren, bei welchen Themen das Naturschutzzentrum Lern- und Vernetzungsmöglichkeiten schaffen könnte. Die Teilnehmenden freuen sich auf weitere Treffen mit gewinnbringendem freien sowie themenbezogenen Austausch in Holler.
Text und Fotos: Ute Klapthor
Collage: Michaela Teusch




