Ein kreativer Dezember
Anfang Dezember, an unserem letzten NAJU-Termin des Jahres 2025, wollten die NAJU-Gruppen den Krippenweg am Biebrichsbach besuchen. Witterungsbedingt wichen wir nach Holler aus und änderten das Programm auf „Weihnachtsdekoration herstellen aus Abfall- und Naturmaterialen“. Gut, dass es das Naturschutzzentrum als Alternative gibt.
Jede Familie hat vermutlich eine Kiste mit Weihnachtsdekoration, die in die Jahre gekommen, unpassend ist und auf ihren Auftritt wartet. Vielleicht passen die Farben nicht mehr zu den Kugeln am Weihnachtsbaum oder ein Spontankauf entpuppt sich als unbrauchbar. Für die Kinder bot Birgits „Schatzkiste“ zusammen mit verschiedenen Naturmaterialien viele Möglichkeiten für kreative Gestaltung. Als Basis hatte Wolfgang einige schöne Holzvorlagen in Bäumchenform zur Verfügung gestellt. Die Fotos zeigen die schönen Ergebnisse.
Auch über den Aufbau und die Funktion von Holz in den Stämmen von Bäumen gab es Interessantes zu erfahren. Dass man an den Ringen das Alter der Bäume abzählen kann und dass sie zeigen, wann es gute oder schlechte Jahre gab, war einigen Kinder bereits bekannt. Wo die Leitungsbahnen für das Grundwasser aus dem Boden sind oder wo der Zucker zur Versorgung der Wurzeln transportiert wird, wurde pantomimisch dargestellt und mithilfe einer riesigen Baumscheibe genau lokalisiert.
Ein spurenreicher Januar
Beim Januartreffen herrschte das heiß ersehnte Winterwetter mit Schnee. Ein schönes Quiz, das Elke und Michaela entworfen hatten, führte am Krippenweg Montabaur entlang des Biebrichsbaches. Zwar war das erfragte Stroh aus einer Krippe weg und auch ein Schaf fehlte, dennoch hatten die Kinder und auch die Erwachsenen viel Spaß dabei, Fragen zu den Krippen und der umgebenden Natur zu beantworten. Birgit unterstützte zusammen mit Elke die Kinder am Biebrichsbach dabei, z.B. die Bäume zu erkennen, an denen die Krippen standen. So kamen alle gut zurecht.
Kurz vor dem Kneippbecken ging es dann zum Fitnesspfad. Schon hinter der ersten Bank wurden fein in den Schnee gezeichnete Eichhörnchenspuren entdeckt. Dann sahen die Kinder Anzeichen eines blutigen Kampfes und folgten neugierig dem Verlauf der Spuren. Wie ist der Kampf wohl ausgegangen? Dieses Rätsel war nicht mehr sicher zu lösen, zu viele Menschen- und Hundetritte verdeckten die Spuren des Geschehens. Neben dem Weg konnten die Kinder aber noch Wildschwein- und Rehfährten und so manches mehr entdecken. Ute hatte Abbildungen der Trittsiegel einiger Waldtiere zur Verfügung gestellt, sodass die Kinder eigene Vermutungen anstellen konnten, wer dort unterwegs gewesen war.
Am Fitnessgelände nahe dem Schwimmbad hatte Michaela Naturerlebnisspiele aufgebaut.
Bei einem Laufspiel traten die Kinder gegeneinander an, um in Windeseile zuvor besprochene Baumsamen zu erkennen und sie als Erste in Sicherheit zu bringen. Die Eigenschaften und die Lebensweise des Rebhuhns (NABU-Vogel des Jahres 2026) lernten sie beim Naseweis-Spiel kennen. Besonders interessant war zum Beispiel die Information, dass der in Deutschland stark gefährdete Vogel einen gebrochenen Flügel vortäuscht, um Fressfeinde von seinem Nachwuchs wegzulocken.
Insgesamt trafen sich 28 Kinder, in drei Gruppen durchliefen sie die drei Stationen in Begleitung von drei Müttern und Katharina. Vielen Dank an das NAJU-Team, wie immer hatten die Kinder viel Spaß in der bezaubernden Winternatur und es gab auch wieder viele positive Rückmeldungen und Dank von Eltern.






