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Frühlingserwachen bei der NAJU

Passend zum Thema „Frühlingserwachen“ strahlte beim Märztermin der NAJU Montabaur die Sonne. Das „Auftauen“ nach dem Winterschlaf simulierten die Kinder zu stimulierender Musik. Zuerst bewegten sie vorsichtig einen Finger, dann die Hand, die Arme, bis der ganze Körper vor Freude tanzte. Fasziniert testeten wir, was es bedeutet, wenn das Herz eines Igels im Winterschlaf nur 5-mal pro Minute schlägt und die Atmung auf zwei Züge pro Minute reduziert ist. Nur kurz hielten wir es im Naturschutzzentrum Holler aus, bevor es uns nach Draußen zog.

An der Florianswiese beobachteten wir zunächst das emsige Treiben am Insektenhotel. Die Mauerbienen richteten schon fleißig die Wohnstuben für ihre Nachkommen ein. Ute hatte einige Frühjahrsblüher aus ihrem Garten mitgebracht. Die Kinder bestimmten sie, indem sie die frühen Wachstumsstadien der Pflanzen mit Fotos verglichen. Wichtigste Erkenntnis war, dass der schmackhafte Bärlauch, der jetzt schon seine Blätter emporstreckt, nach Knoblauch riecht, wenn man ein Blatt abzupft und reibt. Das giftige Maiglöckchen riecht hingegen (noch) nicht. Es war nur an seinen Rhizomen erkennbar. Sie erlauben ihm einen frühen Start ins Jahr, in dem sie Energie über den Winter speichern. Das ist typisch für unsere  Frühjahrsblüher, die man Geophyten nennt, weil sie unterirdische Speicherorgane nutzen. 

Bei einem Wahr- oder Falsch-Laufspiel, das Katharina anleitete, prüften die kleinen NAJU-Kinder ihre Kenntnisse zum Thema Frühling. Danach bauten sie voller Tatendrang ein Tipi aus herumliegenden Ästen. Sie stammten vom Baumschnitt, der Anfang Februar erfolgte. Aus Gründen der Verkehrssicherheit mussten die höheren Bäume in der Florianswiese - natürlich außerhalb der Brutzeit von Vögeln - geschnitten werden. Voller Stolz präsentierten sich die Kinder mit ihrem Tipi auf einem Foto.

Die großen NAJU-Kinder wanderten hingegen in den Wald am Asbach-Kreuz. Auf dem Weg entdeckten sie kleine braune Kugeln, so groß wie eine Haselnuss, mit einem kleinen Loch. Ute klärte auf, dass es sich um Gallen einer bereits geschlüpften Gallwespe handelte. Bei der Aktion „Fotograf und Kamera“ entdeckten die Kinder im Wald viele weitere Besonderheiten/Naturschönheiten, die nur mit sorgfältiger Suche zu entdecken waren. Nebenbei erlebten die Kinder durch das gegenseitige Führen, was Verantwortung und Vertrauen bedeutet.

 

Ute Klapthor / Katharina Hutgens / Michaela Teusch / außerdem zu Besuch: Sonja von der NABU Guckheim