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JuLeiCa im Naturschutzzentrum WW

Eine Exkursion mit Kindern wird geplant, die Übernachtung einer Gruppe der Naturschutzjugend im Wald oder eine Ferienfreizeit sollen geleitet oder unterstützt werden. Wie organisiert man das? In welchen Fällen verletzt man die Aufsichtspflicht, welcher Führungsstil ist bei welchem Anlass angemessen? Und was kann man machen, wenn es in der Gruppe Konflikte gibt oder mal etwas nicht so klappt? Das waren einige der unzähligen Fragen, die an praxisnahen Fallbeispielen bei der JuLeiCa-Schulung lebhaft erörtert wurden.  

Das Naturschutzzentrum Westerwald in Holler bot an zwei Wochenenden zusammen mit der NAJU-RLP und dem Team der NAJU Montabaur den Raum für vielfältige Aktivitäten. Die Jugendleiterkarte (JuLeiCa) ist übrigens eine mögliche Voraussetzung für die Leitung einer Kinder- oder Jugendgruppe. Oliver Lumma, Erlebnispädagoge aus Bendorf, führte die Gruppe durch die entsprechenden Inhalte, die man dringend kennen muss. Dabei fand er immer wieder interessante Beispiele und kreative Spiele, die die Gruppe auch ausprobieren musste, nein durfte. Wie schafft man es z. B. wenn man sich im Kreis an den Händen festhält, dass drei Reifen unterschiedlicher Größe von Kind zu Kind laufen und wie einen „gordischen Knoten“ aus Teilnehmerhänden zu lösen. Dass diese Spiele die Gruppendynamik in Richtung gute Zusammenarbeit und gute Laune bringen, war schnell klar, wenn man mit in einen Reifen verknoteten Beinen die notwendige Hilfe vom Nachbarn erhielt. Viel Spaß und gute Verpflegung hielten die zukünftigen Jugendleiter*innen und Laura Peter, Jugendbildungs-referentin der Naturschutzjugend RLP, trotz der prall gefüllten Wochenenden bei guter Laune.

 

Höhepunkt war für viele die Fackelklettertour am Hölderstein, die in der Dämmerung mit der Ausrüstung mit Helmen, Klettergurten begann. Nach dem Abseilen am steilen Hang, das zunächst Überwindung kostete, rief dann ein Uhu laut und der klare Himmel sorgte für eine bezaubernde Abendstimmung. Der Aufstieg am Klettersteig forderte alle aus ihrer „Komfortzone“. Die Abendfeuchte und Dunkelheit, die steilen Anstiege, der ungewohnte Umgang mit Seilen und Karabinerhaken forderten alle heraus. Unbezahlbar war am Ende das Gefühl, es gut geschafft zu haben. Das unvergessliche Gemeinschaftserlebnis belohnte alle Mühen.

 

Am letzten Tag hatte Oliver eine Abschlussprüfung in ein Quiz gebettet, dass für viel Bewegung der Teams sorgte. Schnell war klar, neben Spaß und Abenteuer wurde viel praxisnahes Wissen erworben.