Klein, nervig und stechend. Insekten haben oft nicht den allerbesten Ruf und werden gerne übersehen. Doch lohnt es sich hier besonders, genauer hinzuschauen und sich die Frage zu stellen „Wofür brauchen wir die eigentlich?“. Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, traf sich die NAJU Montabaur vergangenen Samstag im b-05 in Montabaur.
Nach einem gemeinsamen Spiel statteten sich die Kinder mit Becherlupe und Kescher aus und gingen auf Entdeckersuche ins Grüne. Schnell wurde klar: In einer auf den ersten Blick unbewohnten Wiese tummelt sich unendlich viel Leben, man muss nur genau hinschauen. Nach und nach wurden verschiedenste Kleintiere gesammelt und begutachtet. Wichtigste Regel hierbei: Wir respektieren die Natur und gehen behutsam mit den Tieren um.
Erfahrene NABU-Kinder konnten bereits selbstständig einige Insektengruppen wie zum Beispiel Hummeln oder Ameisen erkennen und bestimmen. Kniffliger wurde es bei der Artbestimmung, denn allein in Deutschland gibt es mehr als 33.000 Insektenarten. Um hier Licht ins Dunkle zu bringen, war Johannes Zühlke vom NABU Montabaur dabei und half den Kindern fleißig beim Bestimmen der Tiere. Und hier ist ganz schön was zusammengekommen. Highlights waren hierbei immer wieder die besonders schöne Gruppe der Schmetterlinge, die mit Vertretern wie dem Landkärtchen, Grünader-Weißling oder dem Perlmuttfalter zu finden waren.
Manchmal muss man Dinge genauer betrachten, um ihre Schönheit zu erkennen. Nach und nach wurde den Kindern bewusst, wie artenreich und wichtig diese Tiergruppe ist. Die schwarz gefärbten Märzfliegen z. B. treten in Schwärmen auf und scheinen in der Luft zu tanzen. Ihre Larven helfen beim Humusaufbau und auch die erwachsenen Fliegen helfen als Bestäuber. Am Ende war allen klar: Selbst das kleinste Insekt erfüllt eine wichtige Rolle in unserer Natur – auch die Arten, die uns manchmal nerven.
Wir danken unserem Experten Johannes, unserem NAJU-Team und natürlich den Kindern für einen spannenden und lehrreichen Tag.







