Regenwürmer und das „Schwarze Gold“
Die Projekttage der Grundschule Niederelbert standen 2026 unter dem Thema „Nachhaltigkeit“. Birgit Krekel leitete ein Projekt, bei dem sich alles um Regenwürmer drehte. Sie stellen das „schwarze Gold“ her. Mit dieser Bezeichnung wertschätzen kundige Naturschützer und erfahrene Gärtner den „Humus“, der in der Natur aber auch im Komposthaufen entsteht. Regenwürmer sind die wichtigsten Tiere bei der Wiedergewinnung von Wertstoffen aus den „Naturabfällen“ im Verlauf der Humusherstellung. Der Kompostwurm ist sein naher Verwandter.
Am ersten Tag lernten die Kinder den Wurm genauer kennen und fanden viele Exemplare beim Graben in der Nähe der Schule.
Am zweiten Tag wanderten sie zusammen mit Frau Krekel und Frau Eberth zum Naturschutzzentrum. In den dortigen Vitrinen fanden sie viele Präparate von Tieren, bei denen der Regenwurm auf dem Speiseplan steht. Amseln z.B. trippeln mit den Füßen auf dem Rasen, so dass es für den Regenwurm wie Regentropfen klingt. Bei feuchtem Wetter können sich die Regenwürmer auch an die Oberfläche trauen, die Amsel hört die leisen Bewegungen und schnappt im richtigen Moment zu. Regenwürmer sind wichtige Glieder in der Nahrungskette z.B. der Wiesen- und Gartentiere.
Zunächst konnten sich die Kinder einen eigenen Einblick verschaffen, wie wertvoll der Humus aus dem Kompost ist. Sie verglichen Sand und Humus, befühlten die Probe, konnten daran riechen und so die Qualitätsunterschiede der beiden Bodenarten vergleichen. „Der ist ja ganz feucht und klebt gut zusammen, der Sand hat ja fast nur winzige, trockene Steinchen“. Ja, Humus bindet auch die Mineralsalze, die die Pflanzen düngen und bietet kleine Hohlräume für die Wurzeln, hält das Wasser in den oberen Bodenschichten zurück und vieles mehr.
Im Kompost helfen viele weitere Tiere beim Abbau z.B. der Gemüseabfälle, Blätter oder des Rasenschnitts mit. Der Abfall muss nur gut durchmischt sein, damit die Tiere einen guten Lebensraum finden und für uns arbeiten können. Birgit Dommermuth und Ute Klapthor (NABU) hatten die Tische im Naturschutzzentrum so vorbereitet, dass die Kinder als Naturforscher in Kleingruppen die Suche nach den Lebewesen in Kompostproben beginnen konnten. „Eine Spinne“, „oh da läuft eine Ameise“, „eine Assel, hier noch eine kleine“, die Kinder waren begeistert. Dann fanden sich noch Erdläufer, Schnecken und viele weitere Tiere, die die Kinder eigenständig mit einem Bestimmungsschlüssel oder mit kleinen Hilfen benennen konnten. Die Becherlupen boten einen geschützten Beobachtungsraum für die Tiere. Da auch räuberische Lebewesen im Kompost leben, durfte immer nur eine Tierart kurzzeitig in ein Gefäß.
Am letzten Tag fertigten die Kinder einen einfachen, preisgünstigen Komposter. Zukünftig werden am Rande des Schulgeländes der GS Niederelbert die Regenwürmer und Co. kostenlos das „schwarze Gold“ herstellen.
Bei diesem nachhaltigen Projekt hatten alle viel Spaß, was sich auch bei der Projektpräsentation zeigte.
